Die Kamera auf der Nase: Ray-Ban Meta-Brille gefällt der Hamburger Datenschutzaufsicht nicht

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) ist zuständige Aufsichtsbehörde für den deutschen Hauptsitz von Meta (Meta Germany GmbH). Er hat die Ray-Ban Meta AI Glasses technisch und datenschutzrechtlich untersucht. Das Ergebnis ist für die Nutzer(innen) der Brille nicht erfreulich: Wer Personen aufnimmt, die nicht zum engen Freundes- oder Familienkreis gehören, kann sich nach … Weiterlesen

KI-Nutzung (nicht nur) an Hochschulen: Wer ist verantwortlich, wenn die künstliche Intelligenz Fehler macht?

Beschäftigte nutzen KI-Systeme häufig längst, bevor ihre Organisation dafür Regeln geschaffen hat. Das gilt für die private Nutzung frei zugänglicher Chatbots ebenso wie für Anwendungen, die über dienstliche Accounts oder institutionell bereitgestellte Plattformen erreichbar sind. Texte werden entworfen, Bewerbungsunterlagen zusammengefasst, Daten strukturiert, Übersetzungen erstellt, Code geschrieben und Konzepte entwickelt. So manche(r) Nutzer(in) hat am Arbeitsplatz … Weiterlesen

Was ist eigentlich kein personenbezogenes Datum?

Dass eine Information Auswirkungen auf eine bestimmte Person hat, macht sie noch nicht zu einem personenbezogenen Datum. BGH, Urt. v. 18.12.2025 – I ZR 115/25 Diese Aussage wirkt auf den ersten Blick kühn. Haben uns die zurückliegenden Jahre seit Inkrafttreten der DSGVO, unzählige aufsichtsbehördliche Stellungnahmen und viele Gerichtsentscheidungen zu diesem Thema doch das Gefühl vermittelt, … Weiterlesen

Zwischen Meinungsfreiheit und Verleumdung: Was der BGH im Tipico‑Fall riskiert

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 10.03.2026 (VI ZR 194/23) entschieden, dass der SPIEGEL die Gründer des Wettanbieters Tipico öffentlich als Personen bezeichnen durfte, die „an die Grenzen des rechtlich Erlaubten und darüber hinaus“ gegangen seien. An dieser Formulierung hatten sich zwei der Gründer gestört. Sie wollten dem SPIEGEL untersagen lassen, ihnen ein rechtswidriges … Weiterlesen

Urheberrecht schlägt Hochschulrecht: BVerfG zu landesgesetzlicher Open-Access-Pflicht

Dass eine Landesnorm, die ein bundesgesetzlich eingeräumtes Urheberrecht kurzerhand zur Dienstpflicht umgestaltet, mit der Kompetenzordnung des Grundgesetzes nicht ohne weiteres vereinbar sein würde, hätte bei näherer Betrachtung eigentlich auffallen können – jedenfalls denjenigen, die mit dem entsprechenden Normierungsversuch befasst waren. Nun musste das oberste deutsche Gericht wieder einmal reparieren: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat vor wenigen … Weiterlesen